Marillenmarmelade selbstgemacht

Wachauer Marillenmarmelade | selbstgemacht/homemade | Aprictot Jam | Conny's Küchlein

Diesmal wird nicht gebacken, sondern eingekocht, denn was bringen mir die ganzen Kuchen, wenn mir die Füllung ausgeht? Darum musste Nachschub her, besonders bei unserer heißgeliebten Marillenmarmelade – der österreichische Klassiker unter den Marmeladen! Bisher bediente ich mich immer an den Marmeladen meiner Oma oder meiner Mama, doch ich denke der Moment ist nun gekommen meine Speis selbst zu befüllen 🙂 Wenn du auch zum ersten Mal Marmelade einkochen willst, dann hilft dir dieser Beitrag bestimmt. Ich habe mir die wichtigsten Tipps zusammengesucht und bei der Zubereitung beachtet. Das Ergebnis war traumhaft und es geht recht einfach. Probier es selbst!

Zutaten für 10 Marmeladengläser á 250ml

3,5KgFrische (entkernte) Marillen
1KgGelierzucker 3:1
2TLZitronensaft

 

Wie funktioniert’s?

Eins muss ich vorher noch dazusagen: Hätte ich meinen Wunsch-Gelierzucker erwischt, hätte ich nach Rezept gearbeitet. Ich habe allerdings etwas improvisiert und es hat geklappt. Les selbst:

  1. Zuerst müssen die Marillen gewaschen und entkernt werden. Manche schälen auch das Obst, aber da unsere Marillen unbehandelt sind, habe ich auf diesen Schritt verzichtet.

    Wachauer Marillenmarmelade | Vorbereitung | Conny's Küchlein
    Marillenmarmelade | Vorbereitung
  2. Danach werden die Marillen mit Gelierzucker vermischt und mindestens 4 Stunden beiseite gestellt, damit der Zucker anzieht. Am besten man stellt sie zugedeckt über Nacht an einen kühlen Ort. 15-20°C wären optimal (sagt meine Oma 😉 ), hat bei mir allerdings auch bei Zimmertemperatur überlebt. Nun zu meiner Improvisation: Ich hatte leider nur „Gelierzucker 1:1“ im Supermarkt bekommen, weigerte mich allerdings soooo viel Zucker zu verwenden. Am liebsten wär mir das Verhältnis 3:1 gewesen, also 3 Kg Marillen auf 1 Kg Gelierzucker (so, wie es auch meine Familie immer macht). Das muss jedoch ausdrücklich auf der Verpackung stehen, ansonsten wird die Marmelade zu flüssig (geschmacklich egal, aber unvorteilhaft am Brot zu verteilen). Aus diesem Grund entschied ich mich 3 Beutel „Gelierfix 2:1“ beizumengen. Hier verwendet man einen Beutel für einen Kilo Obst und 500g Zucker. Ich hatte 3,5 Kg Marillen und 2 Kg Gelierzucker 1:1, also reichten für mich 3 Beutel Gelierfix. Was Gelierfix genau ist, erfährst du hier.
  3. Das Gelierfix kommt vor dem Aufkochen in den Topf und wird dann verrührt und am Herd gestellt. Während die Früchte warm werden püriere ich sie mit dem Stabmixer. Ob komplett glatt püriert oder mit Stückchen bleibt jedem selbst überlassen und ändert nichts an der Haltbarkeit. Aufgrund der Menge, teilte ich das Püree auf 2 Töpfe auf. Kleinere Mengen zu verkochen behält auch den Geschmack und die Farbe besser.
  4. Zitronensaft dazu und ca. 5-10 Minuten kochen lassen. Kochzeit unbedingt auf der Verpackung nachlesen, da bei zu langem Kochen das notwendige Pektin seine Wirkung verliert.
  5. Während dem Kochen entsteht ein Schaum, der abgeschöpft werden sollte. Am besten funktioniert das mit einem Schöpflöffel mit Löchern.

    Wachauer Marillenmarmelade | Vorbereitung | Conny's Küchlein
    Marillenmarmelade | Schaum abschöpfen
  6. Vor dem Befüllen der Gläser müssen diese noch heiß ausgewaschen werden. Ich habe den Wasserkocher verwendet und jedes Glas randvoll befüllt. Auch die Deckel wurden von mir mit kochendem Wasser übergossen.
  7. Nun können die Gläser mit der Marmelade bis zum Rand befüllt und verschlossen werden. Meine Oma meinte, dass die Gläser auf den Kopf gestellt gehören und auf einem feuchten Geschirrtuch platziert werden sollen. Gesagt getan, da stehen sie also solange, bis sie ausgekühlt sind.

    Wachauer Marillenmarmelade | Vorbereitung | Conny's Küchlein
    Marillenmarmelade | Auskühlen lassen
  8. Nach Bedarf können die Gläser noch beschriftet und verziert werden. Bei mir steht natürlich Marillenmarmelade 2017 drauf. Gerade zum Verschenken sind oft kleine Details ein Eyecatcher ♥

 

Viel Spaß beim Ausprobieren,

deine Conny ♥

 

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Tipps & Tricks

Nochmal kurz und knackig: Verwendet man den Gelierzucker nach Packungsanleitung (bei mir wäre das Verhältnis 1:1 gewesen), benötigt man keine zusätzlichen Geliermittel wie zB. Quittin, Gelierfix, etc… Der Vorteil von diesen Produkten ist allerdings, dass man damit auch mit normalem oder braunen Zucker, ja sogar Xucker kochen kann. Es handelt sich also nur um das Geliermittel an sich, dem noch Zucker und Früchte hinzugefügt werden müssen. Auch hier gibt es verschiedene Verhältnisse zu beachten. In meinem Beispiel verwende ich Quittin 2:1 von Haas, d.h. dass 1 kg Obst mit 500g Zucker vermischt werden und zusätzlich ein Beutel Quittin dazukommt. Bei 2 kg Obst 2 Beutel usw… Quittin ist übrigens auch vegetarisch. Alternativ kann ebenso mit Agar Agar bearbeitet werden. Das habe ich jedoch selbst noch nie ausprobiert.

 

Klicke hier, um noch weitere Tipps & Tricks zum Marmeladeeinkochen zu erfahren.

 

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