Baby-Belly-Torte [Anleitung Motivtorte]

Baby-Belly-Cake

Früher oder später war klar, dass dieser Moment kommen wird – meine erste Baby-Belly-Torte! Ich hatte für eine Freundin eine Babyshower Party organisiert. Da durfte der Kuchen natürlich nicht fehlen. Da es meine erste Torte dieser Art war, entschied ich mich für eine Variante, bei der fast nichts schief gehen kann.

Eine Torte auf Charlottenbasis, also im Prinzip eine vorgebackene Biskuitrolle, die in Form gebracht wird und somit kugelförmig aussieht. Dann noch die Füllung – fertig! Ich entschied mich für 2 verschiedene Kuchensorten, einmal ein klassischer Biskuitteig für den Bauch und einmal eine Ölkuchenmasse für die Brust.

Zutaten für die Brust (Ölkuchen)

4Stk.Eier
250GrammKristallzucker
1Pkg.Vanillezucker
100mlÖl
100mlWasser
250mlGlattes Mehl
3ELBackkakao
1Pkg.Backpulver
1GlasBrombeermarmelade

Zutaten für den Bauch (Biskuitroulade)

6Stk.Eier
150GrammStaubzucker
1Pkg.Vanillezucker
1SchussÖl
100GrammGlattes Mehl
1/2Pkg.Backpulver
2TubenLebensmittelfarbe
1GlasMarillenmarmelade

Zutaten für die Füllung

1lVanille Quimik WHIP
100GrammKristallzucker
1Pkg.Vanillezucker oder Vanilleschote
1SchussRum
250mlSchlagobers

 

Wie funktioniert’s?

Die Fülle kann vorbereitet werden

Da die Fülle sowieso fest werden muss, bevor du den Körper füllen kannst, kann man diese getrost am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Ich hab mich für eine Vanillecreme entschieden, es funktioniert natürlich mit jeder Art von Creme, die fest wird.

Die WHIP Reihe von Quimik eignet sich perfekt zum Aufschlagen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Vanillecreme kalt aufgeschlagen wird, sonst läuft alles davon. Du kannst alles, bis auf den Schlagobers zusammen aufschlagen. Der Schlagobers wird extra geschlagen und unter die Vanillemasse gehoben. Das Ganze kannst du dann kalt stellen und jederzeit zum Füllen verwenden.

Der Körper

  1. Zuerst beginne ich mit dem Bauch. Da wir nicht wussten, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, hab ich zwei Biskuitrouladen gemacht und den Teig jeweils rosa und blau gefärbt.
  2. Für den Teig ist es ganz wichtig, die Eier zu trennen. Eidotter, Zucker und Vanillezucker wird schaumig geschlagen.
  3. Danach gibst du abwechselnd Mehl mit dem Backpulver und steifgeschlagenes Eiweiß in die Ei-Zucker-Masse. Der Teig sollte dann richtig fluffig und locker sein. Da ich die doppelte Masse gemacht habe (Achtung: Im Rezept oben steht die einfache Masse!), habe ich den Teig an dieser Stelle geteilt und die eine Hälfte rosa und die andere Hälfte blau gefärbt.
  4. Beide Teige müssen dann getrennt voneinander auf jeweils ein Blech verteilt werden und bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Ich backe normalerweise hintereinander, falls du jedoch eine Multiheißluft-Variante hast, sollten auch beide Bleche gleichzeitig gebacken werden können.

Achtung jetzt muss es schnell gehen!

Sobald das erste Blech fertiggebacken ist, muss der noch heiße Teig kopfüber gestürzt werden. Am besten auf ein frisches Geschirrtuch. Mit einem anderen feuchten Geschirrtüch kannst du dann das Backpapier durch sanftes Drüberstreichen vom Teig lösen. Dann klatschst du deine Lieblingsmarmelade drauf (bei mir war es Marille) und verteilst das ganze gleichmäßig. Da der Kuchen jetzt auf einem Geschirrtuch liegt, kannst du ihn gut zu einer Biskuitroulade rollen.

Die Brust

Nun wird der Teig für die andere Masse, den Ölkuchen, zusammengerührt. Hier reicht eine Masse aus, da der Kugelumfang der Brust nicht so groß wie beim Bauch ist.

  1. Eier werden wieder mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig geschlagen.
  2. Öl und Wasser langsam einfließen lassen und zum Schluss Mehl und Backpulver dazu. Für die dunkle Farbe verwende ich Backkakao nach Gefühl. Du kannst aber auch gerne Schokolade reinschmelzen.
  3. Gleiches Prozedere wie vorhin: Teig auf dem Blech verteilen und bei 180°C ca. 20 Minuten backen.

Mittlerweile bist du ja schon Profi beim Rollen. Der letzten Biskuitroulade in Schokoladenform steht also nichts mehr im Weg. Bei dieser habe ich jedoch eine Brombeermarmelade verwendet. Da kann sich aber jeder selbst austoben. Wenn alle Rouladen fertig gerollt sind, lässt du sie auskühlen.

Die Modellierung

  1. Leg zwei gleichgroße Schüsseln und eine große Schüssel mit Frischhaltefolie aus und lass ruhig oben was rausstehen, damit wir unseren Kuchen auch zudecken können. Am besten du ölst die Formen ganz leicht ein, dann hält die Folie gut.
  2. Die Rouladen schneidest du in ca. 2 cm dicke Stücke und legst sie nach Belieben in die Formen. Je runder die Formen sind, umso weniger musst du später nacharbeiten. In die Große habe ich abwechselnd ein Stück rosa und ein Stück blau nebeneinander gelegt. In die zwei Kleinen nur die dunkle Roulade.
  3. Danach füllst du die Formen mit der Vanillecreme auf und gibst als „Deckel“ oben drauf noch ein paar der Rouladenstücke.
  4. Das ganze wird dann mit der restlichen Frischhaltefolie zugedeckt. Die drückt alles schön gerade zusammen.
  5. Nun ab damit für ein paar Stunden in den Kühlschrank. Behaltet dir noch die Kuchenreste. Die brauchen wir dann, um die Feinheiten zu modellieren.
  6. Wenn dann alles schön kalt und fest ist kannst du die drei Schüsseln kopfüber stürzen. Am besten gleich auf dem Brett, auf dem du die Torte später transportierst (evtl. Spitzenpapier drunter) und gleich so, dass der Frauenkörper Form annimmt. Ich habe Backpapier dazwischen gelegt, um nichts dreckig zu machen. Mit den Kuchenresten füllst du dann die restlichen Lücken. Schlag etwas Butter und Staubzucker im Verhältnis 1:1 auf, um den Körper besser zu formen. Die Buttercreme hilft dir außerdem dabei, das Fondant „glatt“ zu bekommen. Dafür reicht schon eine dünne Schicht Buttercreme aus (siehe Foto).
Belly Grundform
Belly Grundform

Das Überziehen

Ein paar Grundregeln zur Bearbeitung von Fondant/Massa Ticino habe ich dir hier zusammengeschrieben.

Jetzt kannst du gleich mit dem Fondant/Massa Ticino starten. Ich rolle es vorsichtshalber immer 4-5 mm dick aus. Es ist zwar schade drum, weil die Zuckerschicht leider nur die wenigsten mitessen, aber die Torte soll keine Risse bilden, darum lieber etwas dicker und schön großflächig ausrollen. Alles was übrig bleibt, kannst du sofort wieder in Frischhaltefolie verpacken und später mal wiederverwenden – keine Sorge! Ich habe einen Teil in Lachsfarben eingefärbt und den anderen Teil weiß gelassen. Zuerst werden die Brüste geformt (nicht ganz bedecken – einfach bis zum Kleidansatz) und danach das weiße Kleid über den Rest gelegt. Die Rüschchen können mit den Fingern geformt werden und das Kleid wird dann einfach mit der Schere zurechtgeschnitten. Mit viel Geschick kannst du nun auch schon das Backpapier wegziehen.

Belly Kleid
Belly Kleid

Für die restliche Verzierung der Baby-Belly-Torte sind dir keine Grenzen gesetzt. Mein Ergebnis kennst du ja bereits. Überrasch mich ruhig mit deinen Kunstwerken 🙂

 

Baby-Belly-Torte
Baby-Belly-Torte

 

Baby-Belly-Torte Anschnitt
Baby-Belly-TorteAnschnitt

 

Deine Bewertung
Ø 4.8

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*